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Vietnam führt RoHS-Vorschriften für Elektroprodukte ein

23. April 2026

Vietnam RoHS-Anforderungen für elektronische Produkte wurden Anfang 2026 durch neue gesetzliche Regelwerke offiziell eingeführt. Mit dem Erlass 26/2026/ND-CP vom 17. Januar 2026 legt die Regierung Umsetzungsrichtlinien zum Chemikaliengesetz fest. Ergänzend hat das vietnamesische Ministerium für Industrie und Handel (MOIT) das Rundschreiben 01/2026/TT-BCT veröffentlicht, das konkrete Anforderungen zur Deklaration bestimmter Chemikalien in elektronischen Produkten definiert. Diese Maßnahmen stellen einen wichtigen Schritt dar, um die Kontrolle gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten stärker an internationale Standards anzugleichen. Elektronische Produkte erfordern in der Regel eine CR-Zertifizierung, um für den Import und Verkauf in Vietnam zugelassen zu werden.

Anforderungen an die Chemikaliendeklaration im Rahmen von Vietnam RoHS

Das Rundschreiben 01/2026/TT-BCT enthält eine Liste von Chemikalien, deren Vorhandensein in elektronischen Produkten deklariert werden muss. Damit verfolgt Vietnam einen Ansatz, der sich an bekannten RoHS-Systemen orientiert, bei denen Transparenz über enthaltene Stoffe und deren Risiken im Vordergrund steht. Hersteller und Importeure sind verpflichtet, ihre Produkte hinsichtlich der aufgeführten Substanzen zu bewerten und entsprechende Nachweise bereitzustellen.

Die Deklarationspflicht wird voraussichtlich in bestehende Konformitätsbewertungsverfahren integriert, insbesondere in das CR-Zertifizierungssystem. Unternehmen müssen somit nicht nur technische Anforderungen und Sicherheitsstandards erfüllen, sondern auch vollständige Angaben zur chemischen Zusammensetzung ihrer Produkte machen, sofern diese relevant sind. Die neuen Vorschriften stärken die regulatorische Kontrolle über gefährliche Chemikalien in Konsum- und Industriegütern.

Auswirkungen auf Hersteller und Marktzugang

Für Hersteller, Exporteure und Importeure elektronischer Produkte bedeutet die Einführung der Vietnam RoHS-Vorgaben eine zusätzliche Compliance-Anforderung. Insbesondere die Transparenz in der Lieferkette gewinnt an Bedeutung, da genaue Informationen über Materialien und Inhaltsstoffe von Zulieferern erforderlich sind. Unvollständige oder fehlende Deklarationen können zu Verzögerungen bei der Zertifizierung oder zu regulatorischen Risiken führen.

Durch die Verknüpfung der Chemikaliendeklaration mit der CR-Zertifizierung ist eine enge Abstimmung aller technischen Unterlagen notwendig. Prüfberichte, Produktdokumentationen und Stoffdaten müssen konsistent und konform mit den Vorgaben des MOIT sein. Unternehmen sollten daher ihre internen Prozesse sowie Lieferantenvereinbarungen entsprechend anpassen und gegebenenfalls Produktdesigns überprüfen.

Insgesamt unterstreichen der Erlass und das Rundschreiben Vietnams Bestreben, die Chemikaliensicherheit im Elektroniksektor zu erhöhen. Weitere Details zur Umsetzung könnten in offiziellen Mitteilungen und Zertifizierungsressourcen veröffentlicht werden.

Lassen Sie sich kostenfrei von uns beraten zur vietnamesischen CR-Zertifizierung oder VR-Zertifizierung.
Wir stehen gerne für Sie zur Verfügung!
Tel.: +49-69-2713769259
Email: info@vietnam-certification.com

MPR Author

About the author: Louis Gogger is managing director of MPR International GmbH
Publisher: MPR International GmbH

Tel.: +49 69 271 37 69 150

E-Mail: info@vietnam-certification.com
Web: www.vietnam-certification.com